Alternative Medizin-Forschung
Gesund sein ist eine Herzenssache, echte Herzlichkeit und positive Gefühle stärken die Gesundheit. Sogar wenn man sie willentlich hervorruft. Das ergaben jahrelange Studien eines Forschungsinstituts in Kalifornien. Darauf aufbauende Programme zur "inneren" Stressbewältigung werden in den USA bereits mit Erfolg eingesetzt. In Firmen, in Schulen und bei der Army. Positive Gefühle wie Liebe, Fürsorge und Anerkennung sind nicht nur angenehmer als negative Gefühle. Sie sind zugleich auch der Schlüssel zu körperlicher Vitalität, Stärkung der Abwehrkräfte und höherer Leistungsfähigkeit. Der gleichmässige Herzschlag einer Person, die Harmonie verbreitet, überträgt sich sogar auf die anwesenden Personen. Diese angenehmen Menschen stecken andere Menschen sozusagen mit ihrer positiven Lebensenergie an. Die biologische Grundlagenforschung beweist: Unser Herz ist weit mehr als eine simple Pumpe. Es besitzt sogar ein eigenes "Gehirn" und eine unabhängige Hormonproduktion, über die der gesamte Organismus beeinflusst werden kann. Damit werden alte esoterische Lehren über die zentrale Bedeutung des Herzens, für Gefühl und Liebe, wissenschaftlich bestätigt. Auch wenn die positiven Gefühle mittels einer Herzmeditation erzeugt werden, können Herz und Nerven regeneriert werden. Emotionale und seelische Konflikte werden gemildert, manchmal verschwinden sie ganz. Der gesamte Organismus wird energetisiert, vitalisiert und ein Stück gesünder. Der gegenteilige Effekt wurde ebenfalls nachgewiesen. Das Heart Math-Institut hat bestätigt, wenn Gefühle wie Stress, Angst und Frust den Menschen peinigen, so wird er unweigerlich krank werden. Diskrepanzen zwischen Handeln, Denken und dem Fühlen führen zu einer Schwächung und zu Störungen des HerzKreislaufsystems. Nach tarken negativen Emotionen, beispielsweise nach einem 5- minütigen Wutausbruch, kann es jeweils bis zu sechs Stunden dauern, ehe sich die dadurch gestörten Abwehrkräfte wieder erholt haben. Zudem wird durch negativen Gefühlsstress das vegetative Nervensystem, das Körperfunktionen wie Atmung, Verdauung und Stoffwechsel reguliert, dauerhaft durcheinander gebracht. Dadurch steigt zum Beispiel das Risiko, an Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben, um 40 Prozent. Die Gefahr, nach einem Herzinfarkt einen zweiten zu bekommen, verdoppelt sich. Die Wahrscheinlichkeit eines plötzlichen Herztodes zum Beispiel ist bei Menschen mit starken Ängsten sogar sechsmal höher als bei anderen. Damit bildet emotionaler Dauerstress ein grösseres Gefahrenpotential für die Gesundheit als Zigarettenraucher. Im Gegensatz zum Nikotin können jedoch Stress und negative Gefühlssituationen nicht immer gemieden werden. Um die verblüffende Heilwirkung positiver Gefühle dennoch im Alltag, nutzen zu können, werden entspannende Übungen und beruhigende Musik empfohlen. Das emotionale Gleichgewicht stabilisiert sich dadurch. Insgesamt wächst die Fähigkeit, auf die Herausforderungen des Lebens besser reagieren zu können. Wenn man also jemanden ehrlich lobt oder liebt, fühlt sich nicht nur der besser, sondern man fördert auch die eigene Gesundheit.
Hingegen machen ständige Kritik, Frust und eine Atmosphäre von Angst und Misstrauen auf Dauer krank. In den 70-er Jahren hatten Wissenschaftler erstmals beobachtet, dass bestimmte Gefühle mit Veränderungen der Herzfrequenz, des Blutdrucks, der Atmung und der Verdauung einhergehen. 1983 entdeckte man dann ein neues, allein vom Herzen produziertes Hormon, ANF genannt. Dieses Herzhormon wirkt auf Blutgefässe, Nieren und Nebennieren sowie auf viele Gehirnbereiche, die für die Regulation im Organismus zuständig sind. Ein erster, biochemischer Weg, wie das Herz den übrigen Organismus steuern kann, war gefunden. Die Biologen "beförderten" das Herz in ihren Klassifizierungen von der einfachen Pumpe zur Hormondrüse. Ebenfalls in den 80-er Jahren fanden Mediziner heraus, dass bestimmte Herzzellen auch wichtige chemische Botenstoffe für die Nervenleitung, die so genannten Neurotransmitter Noradrenalin und Dopamin, herstellen. Ausserdem entdeckte man eine Nervenbahn, über die das Herz direkt die Gehirnaktivitäten hemmen oder fördern kann. Das Herz folgt also keineswegs einseitig den Befehlen der Denkzentrale. Mehr noch: Die Forschungen ergaben, dass das Herz sogar ein völlig eigenständiges Nervensystem besitzt. Erst dieses "Mini-Gehirn" macht es möglich, dass Verpflanzungen erst funktionieren. Es entstand ein eigener medizinischer Forschungszweig - die Neurokardiologie -, um die Zusammenhänge genauer zu erforschen. Was ist nun die eigentliche Funktion des Herzens ? Nach der chinesischen Medizin, die den Begriff der Lebensenergie "Chi" zur Grundlage hat, werden im Herzen alle Energieflüsse gemischt. Hier sollen sich unter anderem Nahrungs Chi, Atem-Chi und Nieren-Chi, inneres und äusseres Chi miteinander verbinden. Anthroposophisch orientierte Lehren sehen im Herzen ein "zentrales Organ der Integration und Reflexion", indem der Ausgleich zwischen "Kopf" und "Bauch", Denken, Fühlen und Wollen stattfindet. Dem indischen Yoga nahestehenden Auffassungen wiederum halten eine Aktivierung des Herzchakras eines energetischen Zentrums, das im Bereich des Herzens lieg- für eine der wichtigsten Voraussetzungen, um in erweiterten Bewusstseinszuständen überhaupt tiefere spirituelle Einsichten gewinnen zu könne. Die Untersuchungen am HeartMath-Institut zeigen nun, dass das Herz tatsächlich eine entscheidende Rolle bei der Koordination zwischen Körper, Geist und Seele spielt. Die Frequenz eines harmonischen Herzschlags, wie er nur bei positiven Gefühlen auftritt, bringt nämlich andere Körperrhythmen wie Atmung und Hirnwellen zum "Mitschwingen" und damit in eine gesunde Harmonie. Durch den entstehenden Gleichtakt kann das "Orchester" des Organismus erst richtig erklingen. Viele esoterische Lehren enthalten Methoden zur Aktivierung der Herz-Energie, deren Wirksamkeit sich in der Praxis bewährt hat.
"Das Herz berühren"
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ist eine einfache Übung aus dem Umfeld der verschiedenen Handauflegetechniken.1.
Leg beide Hände mit den Handtellern übereinander auf die Brustmitte in Höhe des Herzens (auf das Energiezentrum des Herzchakras). Richte deine Aufmerksamkeit dorthin. Wenn du ein Kribbeln, Hitze oder ähnliche energetische Empfindungen spürst, versuch sie zu verstärken. (Dadurch wird die Herzenergie gestärkt).2.
Lass eine Hand auf dem Herzbereich, leg die zweite mit dem Handrücken auf die Wirbelsäule genau gegenüber vom Bauchnabel. (Die Herzenergie wird dadurch mit den Gefühlszentren verbunden und die Emotionen harmonisiert)3.
Lass eine Hand weiterhin auf dem Herzbereich und führe nun die andere Hand zur Scheitelspitze des Kopfes. Leg die Hand mit der Innenfläche auf das dortige Scheitelchakra. (Dadurch werden Herzenergie und Geist verbunden und harmonisiert)
"Das Herz erleuchten"
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ist eine Visualisierungsübung, bei der man sich ein helles (göttliches) Licht vorstellt.1.
Schliesse die Augen und atme einige Minuten lang ruhig ein und aus.2.
Wenn sich deine Gedanken beruhigt haben, stell dir vor, wie ein strahlend helles Licht in der Ferne auftaucht. Visualisiere wie ein Strahl dieses Lichtes dich am Herzen berührt. Der Strahl füllt deinen Brustkorb nach und nach mit diesem Licht. Schliesslich ist dein ganzer Körper davon erfüllt.3.
Stell dir nun vor wie sich das Licht, ausgehend von deinem Herzen, kugelförmig um dich herum ausbreitet. Geniesse diese Strahlen aus deinem Herzen heraus.4.
Bedanke dich bei dem Licht und entlasse es. Dabei behältst du soviel du möchtest in deinem Herzen. Du kannst auch einen Lichtpanzer um deinen Körper herum stehen lassen. Die harmonisierende und heilende Wirkung ist dann am grössten, wenn der Mensch seinen inneren mentalen und emotionalen Dialog weitgehend reduzieren kann. Dadurch tendiert der Einfluss des Gehirns auf den Herzschlag gegen Null, stattdessen beeinflusst der Herzrhythmus die Hirnwellen. In solchen Zuständen, stellten die Herzforscher fest, ist der Mensch wacher, kreativer und besitzt sogar eine erweiterte Wahrnehmung. Es geht also um eine Verschiebung des Blickwinkels. Um eine Veränderung und Entwicklung des Bewusstseins.
Dieser Text enthält Fragmente aus der esotera 3/2000