Kristallkugel- und Spiegelmagie

Bildquelle: Paulus Glaswinkler


 

 

Wenn ein Mythos dargestellt oder ein Märchen erzählt  wird, so  besteht  für den, der daran Anteil nimmt, das heisst sich davon berühren lässt, die heilende  Wirkung darin, dass er durch diese Anteilnahme in eine archetypische Form des Verhaltens eingeordnet wird und dadurch selbst "in Ordnung"  kommen kann.
 

Emma Jung


 

Wahrsagen  mit  Spiegeln, Kristallkugeln  und  anderen magischen Hilfsmitteln?

 

Es ist möglich und jeder kann es lernen !
Wahrsagen und Orakeln ist fast so alt wie die Menschheit selber. Auch heute  ist  das Wahrsagen  sehr verbreitet. Ob es sich bei manchen um  Scharlatane  handelt, soll uns hier nicht interessieren. Jetzt erst mal viel Spass beim Lesen und später viel Erfolg beim Wahrsagen. Hast du schon einmal darüber nachgedacht, wie hellsehen eigentlich funktioniert? Wir  entführen dichzu einem kleinen Ausflug in die Wissenschaft. Schon die alten Griechen philosophierten darüber, ob es für die Menschen eine verbindliche Wirklichkeit gibt. Die meisten Wissenschaftler gingen davon aus, dass Realität für jeden Menschen das Gleiche ist.  Neuere Forschungen führten zu ganz anderen Fragestellungen.

 

Gibt  es  eine   Wirklichkeit   ausserhalb  von  uns ?
Existieren Bäume, Häuser, Strassen usw. wirklich?  Könnten wir sie erkennen? Die heutige Wissenschaft sagt: Nein! Die Erklärung gibt  die Theorie über unser Nervensystem. Denn die  Wissenschaft geht  davon  aus, dass das Nervensystem ein informationell geschlossenes   System   ist.

 

Was bedeutet das ?
Das Nervensystem besteht aus der Gesamtheit aller Nervenzellen im Körper. Nervenzellen befinden sich auf der Haut, in den Sinnesorganen und innerhalb des Körpers.

 

Die grösste Ansammlung von  Nerven  finden wir im Gehirn. 
Alle Nervenzellen sind  letztendlich mit dem Gehirn verbunden. Nervenzellen können durch Licht, Wärme, Druck oder elektrischen Strom  erregt werden. Es  gibt   aber auch messbare physikalische Schwingungen, die ausserhalb ihrer Wahrnehmungsfähigkeit liegen, z. B. Ultraschall und radioaktive Strahlung. Wenn  eine Nervenzelle  erregt wird, gibt sie winzige elektrische  Ladungen an die mit ihr verbundenen  Nervenzellen weiter.   Das setzt sich fort bis zum Gehirn und  vom  Gehirn aus bis zu den Nervenzellen  im Körper. Dieser Vorgang ist vergleichbar  mit einer Reihe  fallender Dominosteine. Ein Stein  kippt  und  bringt den  nächste zu Fall, der den nächsten usw. Allen  Nervenzellen  ist gemeinsam,   dass sie Reize  verarbeiten. Reize  sind   immer elektrische  Ladungen und die Grösse der Ladungen bleibt immer gleich. Es  gibt Nervenzellen  an der Oberfläche deines Körpers !  Diese werden als "Sinneszellen" bezeichnet ! Wenn   eine  Sinneszelle im Auge erregt wird, gibt es keine Möglichkeit, eindeutig  festzustellen,  ob   diese Zelle von aussen  oder von innen gereizt wurde. Wir  können  also sagen,  dass  wir   etwas  sehen  weil  die Sinneszellen des Auges erregt wurden.  Ob  es etwas wie Licht gibt, können wir nur vermuten.  Nervenzellen sind  nicht   dazu  in der Lage,  die  Ursache   ihrer Erregung anzuzeigen.    Nur  dass sie erregt wurden. Wie  kommt  der  Mensch aber dann dazu, eine bunte geräuschvolle  Aussenwelt zu erleben?  Dieses Wunder vollbringt   das Gehirn. Jede Sekunde kommen Millionen   von Reizen  im Gehirn an. Dort werden sie auf äusserst verwickelte Weise verrechnet. Das   Gehirn webt sozusagen   elektrische Muster. Diese Muster geben dem Wirrwarr von   Reizen erst eine  Bedeutung. Das Gehirn  interpretiert  für uns dieses Wirrwarr  über das erstellte Muster. Durch diese Interpretation bist du  dann in der Lage zu sagen:  "Dort steht ein   Haus!"
Alles was du siehst, hörst und fühlst spielt sich  in deinem Inneren ab. Gibt es dann so etwas wie eine Aussenwelt? Auf jeden Fall hast du durch  deine Vorstellungen und Erlebnisse, Erfahrungen  von deiner Umwelt gesammelt. Eindrücke von Menschen, du kennst  Bäume, Ämter und Häuser. Du hast dir eine Landkarte von der Welt wie du sie erlebt hast, angefertigt. Diese Karte benutzt du für alles, was du tust. In dieser Landkarte hast du die wichtigsten Elemente  deiner Erlebnisse  zusammengefasst. Diese Landkarte reicht aus , um mit deiner Umwelt zurecht zu kommen.  Jedes Mal wenn du handelst, gebrauchst du diese Karte vollkommen  selbstverständlich,   automatisch und unbewusst. Deine Karte bleibt aber nicht  immer  gleich, sie verändert sich. Zum Beispiel, wenn du eine Strasse überquerst,  gehst du  davon  aus,  dass ein Fahrzeug, das noch  50 Meter entfernt ist eine gewisse Zeit benötigt bis es in deiner Nähe ist. Würde das Auto jetzt   plötzlich abheben  und  fliegen, so würdest du wenn das  öfter  der Fall ist, diese Erfahrung in deine Landkarte  einbauen und es wäre nach einiger Zeit völlig normal, dass Autos fliegen.  Alle Handlungen werden  davon beeinflusst, welche Landkarte du von der Welt besitzt. Zusätzlich wirst du Erwartungen haben.  Zum Beispiel wirst du beim überqueren  der  Strasse  nach oben schauen weil du möglicherweise  ein  fliegendes  Auto  erwartest.  Diese Vorwegnahme  oder Vorhersehen  heisst  Antizipation das ist lateinisch und  heisst Vorwegnahme. Vorhin hatten wir festgestellt, dass du immer eine Landkarte abrufst. Jetzt kommt hinzu, dass du dir überlegst, was  noch  alles zusätzlich passieren  könnte.   Ohne dass du es bemerkt hast, hast du dir eine neue  Landkarte gebastelt. Mit jedem Erlebniss ändert sich deine Landkarte. Du  hast also immer eine etwas  andere Landkarte von der Welt. Du antizipierst  jeden Augenblick ein künftiges Modell der Welt!  Wenn du jeden Augenblick eine neue Karte antizipierst, und gar nicht weist  ob  es eine Aussenwelt gibt, planst du dann nicht, was passiert?  Ja, genau  das  tust  du! du planst,  was passiert oder was passieren könnte, und handelst dann dementsprechend. "Halt!"  wirst   du jetzt sagen. Manchmal geschieht doch etwas Unvorhergesehenes, was ich nicht eingeplant habe. Ich ärgere  mich  über das, was mein Nachbar sagt oder ein  Amt  schickt  mir einen ärgerlichen Brief. Also gibt es doch  etwas, das Einfluss auf mein Leben hat. Aber bist du dir sicher,  dass du  es nicht eingeplant hast? Deine Antizipationen laufen unbewusst  ab. Vielleicht hast du es antizipiert  und  nicht mehr berücksichtigt. Ausserdem, wenn du gar nicht genau weisst ob es eine Aussenwelt gibt, bist du unter Umständen der einzige, der dich ärgern  kann.  Du willst noch mehr wissen ? Was gehört alles zu den Dingen, die  du wahrnimmst? Kannst du Schwerkraft wahrnehmen? Kannst du Zeit wahrnehmen? Kannst du Dimensionen wahrnehmen? "Wahrnehmen" heisst  doch,  dass  du  mit deinen Sinnen Hören, Sehen, Riechen, Schmecken und Fühlen kannst. Meinst du, dass du  so  etwas wie  Zeit  sehen, hören, riechen, schmecken  oder fühlen  kannst? Vermutlich nicht! Woher willst du dann wissen,  ob  es  so etwas wie Zeit wirklich gibt ? Zeit gehört wie alles andere auch , zu den Dingen auf deiner Landkarte,   die   du zu   deiner  Orientierung eingerichtet hast. Du  brauchst  die  Zeit  um  abmessen zu können, wann  du  was  tun   willst. Wie lassen sich aber die Dinge wie  hellsehen erklären,   wenn  du  davon ausgehst,  dass Zeit tatsächlich  existiert?  Du  planst jeden Augenblick, was im nächsten passieren kann. Du tust dies unbewusst, automatisch. Du  planst ein, was sich  dir eventuell in den Weg stellt. Du überlegst wie  du  dich  verhalten kannst, wie du handeln musst, um  genau das zu erreichen was du  erreichen willst. Ohne dass du   es mitbekommst wirfst du  jedes mal einen Blick  in die  Zukunft, denn du bestimmst was geschieht! Dass dies alles unbewusst abläuft könnte erklären,  wieso  es Dinge   gibt, die deiner Meinung  nach überraschend geschehen!  Stell  dir  vor  du  könntest vollkommen bewusst mitbekommen, was du alles antizipierst. Vielleicht  kann dich dann nichts mehr überraschen. Du wüsstest ganz  genau was in des  nächsten   Minuten, Tagen, Monaten und Jahren passiert.  Du  würdest  deine  zukünftige  Landkarte der Welt bewusst antizipieren! Genau das tust du, wenn  du hellsiehst ! Du bekommst besseren Zugang  zu deinem  Unbewussten, die Antizipationen liegen frei zur Beobachtung! Es  gibt  natürlich noch andere Theorien als die vorgestellte. Zum Beispiel  die,  dass alles  Erlebte  nur in  deinem  Kopf stattfindet. Es   also   keine  Aussenwelt  gibt. Wieder andere behaupten, dass es eine Wirklichkeit  gibt,  d.h. dass all das um  uns herum Wirklichkeit ist. Du  musst selbst entscheiden, welche Theorie für dich die richtige ist. 

 

Projektionen projizieren   bedeutet,   etwas  auf einer Fläche abbilden. Z.B.  Dia´s auf   einer  Leinwand.  Hellsehen  mit Objekten   wie Kristallkugeln  oder  Spiegeln funktioniert genauso. Eigenschaften der Kristallkugel Die Kugel sollte einen Durchmesser von 10 cm haben, da das  Sehen mit der Zeit sonst sehr anstrengend wird. Ausserdem sieht  man in einer  grösseren Kugel mehr. Die Kugel sollte klar sein, denn Risse und Blasen beeinträchtigen die Schärfe der Bilder, die dein Unbewusstes hineinprojieziert. Du brauchst für   deine   Kugel   einen Ständer   damit   sie  nicht wegrollt. Den gibt es beim Kauf entweder dazu oder du bastelst dir einfach   selbst einen. Der Vorteil einer Kugel liegt auch   darin, dass man die Bilder dreidimensional sieht. Auch  Räume  und Farben lassen sich erkennen.

 

Hellsehen mit einer Kristallkugel
Gehe  sehr  sorgsam  mit deinem  Medium  um.  Das  hat  den simplen  Grund, dass wenn du einen Gegenstand  mit  Sorgfalt behandelst,  du  ihm auch Aufmerksamkeit schenkst. Auch das Hellsehen sollst du mit Aufmerksamkeit behandeln. Denn wenn  du achtlos damit umgehst, können dir wichtige Informationen entgehen. Reinige  deine Kugel regelmässig   mit  einem Wildledertuch. Fasse sie nicht direkt an, benutze immer ein Samttuch. Lass  sie  auch  von niemand  anderem anfassen,  denn  sie stimmt sich auf dich  ein und sie ist dein Werkzeug! Grundsätzlich  ist  es  wichtig, dass du in Ruhe arbeiten kannst. Verhindere  dass dich jemand  stört.  Die Kugel stellst du am besten vor dich auf den Tisch. Viele bevorzugen einen Abstand  von  30 cm  zwischen Augen und Kugel. Setz dich so  hin, dass  du mit leicht gesenkten  Augenlidern auf die  Kugel blicken kannst. Beginne zu "Starren", wenn Tränen   kommen,  lass sie fliessen. Das gibt sich nach einer Weile. Nach  einiger Zeit bildet sich  ein  feuchter  Film  auf  deinen Augen und du musst dann auch nicht mehr blinzeln. Strenge dich niemals an, verkrampfe  dich  nicht, lass die Augenlider  locker. Für den Anfang versuchst du am besten 2 Minuten   lang  zu starren. Verlängere die Zeiten, bis du bei 15 Minuten angekommen bist. Wenn du  15 Minuten   ohne   blinzeln "Sehen" kannst, werden sich Erfolge einstellen. Sollten störende Gedanken aufkommen, brich lieber ab. Es ist  möglich,  dass du zu Anfang "nur" Wolken  oder  Farben  siehst. Das    ist    nicht weiter schlimm, mit der Übung kommen auch die  Bilder. Und  denke immer daran, das was du siehst hat dein Unterbewusstsein produziert, also niemand anderes als du selbst. 

 

Viel Spass bei den ersten Schritten wünscht
-die esotheka-

 

Quelle:  Andreas Hartwig / Kristallkugel- u. Spiegelmagie

 

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