Mehr zum Herzinfarkt
Die Verengung der Herzgefäße erhöht das Risiko für einen Infarkt.
Solche Einflüsse werden von Medizinern als Risikofaktoren bezeichnet. Man unterscheidet Faktoren, die nicht steuerbar sind, von denen, die ein Patient beeinflussen kann.
Dem Herz bleibt die Luft weg
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Infarkt kann erblich sein
Zu den nicht beeinflussbaren Risikofaktoren zählen Vererbung, Geschlecht und Alter. Es gilt heute als gesichert, dass es eine Veranlagung für die KHK (koronare Herzerkrankung) gibt. So ist ein Mensch, dessen Eltern in frühen Jahren einen Herzinfarkt erlitten haben, genetisch vorbelastet. Zudem haben Männer im mittleren Alter ein deutlich höheres Herzinfarktrisiko als gleichaltrige Frauen.
Der Bluthochdruck ist eine weit verbreitete Krankheit.
Rauchen, Übergewicht, falsche Ernährung, Bewegungsmangel und Stress hingegen gehören zu den steuerbaren Risikofaktoren. Dieser Einfluss auf die Entstehung einer KHK findet jedoch auf verschiedenen Ebenen statt. Das Rauchen etwa hat eine direkte, schädliche Wirkung auf die Blutgefäße. Die anderen mit dem Lebensstil verbundenen Risikofaktoren üben eher einen indirekten Einfluss aus.
Infarkt ist das Ergebnis vieler Krankheiten
Bewegungsmangel, falsche und ungesunde Essgewohnheiten, Übergewicht und Stress wirken sich negativ auf den Blutdruck sowie auf den Fett- und Zuckerstoffwechsel aus. Dies wiederum führt zu den typischen Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte und Typ-II-Diabetes. Sie sind die Hauptrisikofaktoren für einen Herzinfarkt. Grundsätzlich gilt jedoch: Nicht ein einzelner dieser Risikofaktoren allein verursacht eine KHK.
Vor allem regelmäßige Bewegung ist für den Körper wichtig.
Ob und wie schnell eine Arteriosklerose voranschreitet, hängt vielmehr von mehreren Einflüssen ab. Hinzu kommt, dass sich vorhandene Risikofaktoren gegenseitig verstärken. Dabei summieren sie sich nicht einfach, sondern multiplizieren sich. Doch hier kann der Betroffene selber eingreifen und die Risiken reduzieren.
Südländer ernähren sich besser
Regelmäßige Bewegung reduziert das Körpergewicht, trainiert den Stoffwechsel und senkt den Blutdruck. Außerdem kann dadurch Stress vorgebeugt werden. Wer sich also mehr bewegt, reduziert gleich mehrere Risikofaktoren auf einmal.
Insgesamt ist eine mediterrane Ernährungsweise empfehlenswert. Das heißt: Essen Sie mehr Obst und Gemüse und weniger Fleisch und Wurst. Eine gesunde Ernährung senkt die Blutfettwerte und beugt Übergewicht vor. Zudem wird dringend empfohlen, das Rauchen aufzugeben. Schon nach kurzer Zeit wird das Risiko um ein Vielfaches gesenkt.
Kontaktadresse
Deutsche Herzstiftung
Vogtstr. 50
60322 Frankfurt