Heilpflanzen 
Erkennen, sammeln, anwenden



 

Heilpflanzen - lange Zeit von einer chemiegläubigen Gesellschaft allenfalls milde belächelt - sind wieder im Gespräch, ja geradezu hochmodern. Den meissten  Interessierten fehlt die gründliche Kenntnis der Pflanzen,  ohne die  es  nun einmal  nicht geht. Misserfolge durch Verwechslung der Pflanzen oder giftige Mixturen werden durch ein fundiertes Wissen vermieden. Nachfolgende Erklärungen  sollen  ein  bisschen helfen die heimischen Heilpflanzen zu erkennen und sie sinnvoll zu verwenden. Wie  wollen  nicht zur Selbstbehandlung  anregen, vor jeder  Therapie steht die Diagnose, und  die muss ein Heilpraktiker oder guter Arzt  stellen.  Nach  der  gestellten Diagnose ist eine Behandlung mit Heilpflanzen sinnvoll. Vor allem bei chronischen  Krankheiten, die auf chemische Medikamente nicht mehr  ansprechen. Bei  banalen  Erkältungen  ist  ein Lindenblütentee oft wirkungsvoller und sanfter als das  schwere  Geschütz eines Antibiotikums. Wir dürfen   uns  von  Kräutertees  keine Wunder erhoffen. Sie heilen nicht über Nacht, und müssen über einen  längeren  Zeitraum  angewendet  werden.  Sie wirken nachhaltig  und das ist sehr wichtig, ohne gefährliche Nebenwirkungen. Grundsätzlich sollte man nach 3-6 Wochen die Einnahme aussetzen oder die Pflanze wechseln.

 

Was hilft wenn ...


Steigerung der Abwehkräfte
Brennessel, Sanddorn, Isländisches Moos

 

Appetitlosigkeit
Wacholder, Löwenzahn, Heidelbeere

 

Blähungen
Baldrian, Kalmus, Mistel

 

Blasenleiden
Kamille, Malve, Schafgarbe

 

Blutdruck (hoch)
Mistel, Weissdorn,  Bärlauch

 

Darmentzündung
Kamille, Wilde Malve, Eiche

 

Durchfall
Kamille, Hopfen, Frauenmantel

 

Erkältungen
Linde, Holunder, Fieberklee

 

Fieber
Silber-Weide, Thymian, Holunder

 

Frauenleiden (Menstruation)
Frauenmantel, Weisse Taubnessel, Johanniskraut

 

Frühjahrsmüdigkeit
Brunnenkresse, Löwenzahn, Latsche

 

Gallen- u. Leberleiden
Schöllkraut, Engelsüss, Tausendgüldenkraut

 

Gicht, Rheuma
Silber-Weide, Birke, Wermut

 

Haarausfall
Birke, Brennessel, Kamille

 

Husten
Isländisches Moos, Huflattich, Schlüsselblume

 

Kopfschmerzen
Waldmeister, Veilchen, Baldrian

 

Krampfadern und Hämorrhoiden
Rosskastanie, Mistel, Eiche

 

Krämpfe
Kamille, Baldrian, Fingerkraut

 

Kreislaufstörungen
Mistel, Arnika, Wegwarte

 

Magenleiden
Isländisches Moos, Kamille, Kalmus

 

Magenschmerzen (zuviel Säure)
Kamille, Baldrian, Dost

 

Magenschmerzen (zu wenig Säure)
Tausendgüldenkraut, Kalmus, Schafgarbe

 

Nervosität, Schlaflosigkeit
Baldrian, Johanniskraut, Linde

 

Verbrennungen
Huflattich, Johanniskraut, Beinwell

 

Verdauungsstörungen
Kamille, Schafgarbe, Kalmus

 

Verstopfung
Faulbaum, Holunder, Eberesche

 

Vitamin-A-Mangel
Preiselbeere, Holunder, Hunds-Rose

 

Vitamin-C-Mangel
Sanddorn, Brunnenkresse, Heidelbeere

 

Wechselstörungen
Baldrian, Mistel, Weissdorn

 

Wunden
Arnika, Wundklee, Birke

 

Zahnfleischerkrankungen
Gänsefingerkraut, Heidelbeere, Kalmus

 

Zuckerkrankheit
Wegwarte, Heidelbeere, Brunnenkresse

 

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